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Traditionen

Stollenreiten
Das Stollenreiten war in der Niederlausitz ein bis Mitte des vorigen Jahrhunderts in der Erntezeit gepflegter Volksbrauch. Es wurde ein Pferderennen auf einem Stoppelacker ausgetragen.
Die Bauern des Dorfes traten gegeneinander an und der Sieger bekam als Preis einen Stollen. Die Reitveranstaltung wurde nach dieser Siegesgabe benannt. Geritten wurde ohne Sattel.


Das Stollenreiten in Dörrwalde wird seit 1996 vom Dorfverein Dörrwalde e.V. immer Anfang August,
im Rahmen des Dorffestes ausgerichtet.

Zampern
Das Zampern (auch Zemper, Zempern oder Heischegang genannt) ist eine alte sorbische Tradition, die in unserem Dorf auch seit jeher gefeiert wird. Vor der Fastnacht soll mit lustigen, kostümierten Umzügen und Musik der Winter verabschiedet und der Frühling begrüßt werden. Seit seiner Gründung 1996 organisiert der Dorfverein zumeist im Februar. Davor übernahm das Zampern die Dorfjugend gemeinsam mit der Feuerwehr. Heute ziehen die lustigen Weiber mit der Jugend durch das Dorf. Die Männer kümmern sich währenddessen um das leibliche Wohl für die Zampertruppe.

Zur Traditionspflege gehört auch das Aufstellen des Maibaums, heute auch in Verbindung mit dem Entzünden des „Hexenfeuers“ in der Walpurgisnacht am 30. April.

Das „Wallauern“ für die Kinder am Ostermontag erfreut sich inzwischen auch wieder zunehmender Beliebtheit. Ziel dabei ist es, mit (möglichst bemalten Ostereiern) kleine Sachpreise oder Kleingeld auf einer abschüssigen Fläche zu treffen. Vielerorts, so auch in Dörrwalde, werden dazu von den Erwachsenen Sandburgen gebaut.